Augenkrankheiten – CHinatur

Augenkrankheiten

  • Nach einer gesicherten schulmedizinischen Diagnose durch eine Fachärztin oder einen Facharzt können bei bestimmten Augenerkrankungen ergänzende Methoden der TCM – wie Akupunktur und pflanzliche Arzneimittel – begleitend zur konventionellen Therapie zum Einsatz kommen. Ziel dieser komplementären Ansätze ist es, belastende Beschwerden zu lindern, die Sehfunktion bestmöglich zu unterstützen und den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Die TCM-Behandlung erfolgt stets ergänzend zur schulmedizinischen Versorgung und in enger Abstimmung mit den behandelnden Fachpersonen.
  • Gemäß der klassischen Meridianlehre der TCM sollte die Behandlung von Augenerkrankungen stets die Nervenfunktion sowie den Blut- und Flüssigkeitskreislauf berücksichtigen. Augenerkrankungen betreffen nicht nur das Auge selbst, sondern sind häufig Ausdruck einer Störung im gesamten Organismus. Daher ist es wichtig, sowohl die lokalen Augenbeschwerden als auch die zugrunde liegenden systemischen Ursachen ganzheitlich zu behandeln.

Trockene Augen

Bei Trockenen Augen (Sicca-Syndrom) kann Akupunktur als begleitende Therapie Linderung verschaffen. Durch Stimulation spezifischer Punkte am Gesicht, an Armen und Beinen soll die Tränenflüssigkeitsproduktion angeregt und die lokale Durchblutung verbessert werden . Klinische Studien zeigen bei einigen Patienten eine Reduktion der Symptome wie Brennen und Fremdkörpergefühl. Gleichzeitig setzen wir auch die Therapie mit chinesischen Arzneimitteln ein, die eine bessere Wirksamkeit zeigt.

Doppelbilder

Bei Diplopie (Doppelbildern) kann Akupunktur als begleitende Maßnahme sinnvoll sein, insbesondere bei nervenbedingten Ursachen wie peripherer Augenmuskellähmung. Durch Stimulation spezifischer Punkte am Gesicht, am Kopf sowie an Armen und Beinen soll die Nervenfunktion gefördert und die Muskulatur entspannt werden. Klinische Erfahrungen zeigen bei manchen Patienten eine Verbesserung innerhalb weniger Wochen . Entscheidend ist jedoch die vorherige augenärztliche und neurologische Abklärung zur Ursachensuche. Akupunktur ersetzt keine notwendige Schlaganfalltherapie oder operative Behandlung und sollte stets nur ergänzend unter fachärztlicher Begleitung erfolgen .

Makuladegeneration (Altersblindheit)

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) wird Akupunktur zunehmend als komplementäre Therapieoption erforscht. Studien deuten darauf hin, dass spezielle Augenakupunktur-Methoden wie die nach Boel die Durchblutung der Netzhaut fördern und bei manchen Patienten die Sehschärfe stabilisieren können. Die Behandlung umfasst Punkte im Gesichtsbereich sowie an Händen und Füßen. Wichtig ist jedoch: Akupunktur ersetzt keine schulmedizinische Therapie wie Anti-VEGF-Injektionen bei feuchter AMD. Sie sollte nur begleitend und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, idealerweise in frühen Krankheitsstadien.

zentralen serösen Chorioretinopathie (CSC)

Bei der zentralen serösen Chorioretinopathie (CSC) kann die TCM unterstützend wirken. Akupunktur zusammen mit Kräutertherapie, insbesondere Augenakupunktur, sowie individuell zusammengesetzte Kräuterformeln sollen die Leberfunktion stärken, Feuchtigkeit transformieren und die Mikrozirkulation der Netzhaut fördern. Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse zur Beschleunigung der Flüssigkeitsresorption .

Netzhauterkrankung durch Diabetes

Bei diabetischer Retinopathie kann Akupunktur plus Kräutertherapie als komplementäre Therapie unterstützend wirken. Sie soll die Mikrozirkulation der Netzhaut verbessern, oxidativen Stress reduzieren und entzündliche Prozesse modulieren . Studien zeigen vereinzelt positive Effekte auf die Sehschärfe und Flüssigkeitsresorption.