Yin-Yang-Naturgesetz
Im Zeitraum von 770 bis 221 v. Chr., also vor rund 2200 Jahren, entdeckten antike daoistische Denker Chinas das Yin-Yang-Naturgesetz. Sie vertraten die Auffassung: “Alle Dinge im Universum bestehen aus zwei grundlegenden, gegensätzlichen aber sich ergänzenden Substanzen – Yin und Yang. Jedes Wesen trägt Yin in sich und umschließt Yang; sie verbinden sich miteinander, sind zugleich Widerspruch und Einheit. Durch ihre wechselseitige Durchdringung und Beeinflussung entsteht das dynamische Qi (Lebensenergie), das die Bewegung, Verwandlung und harmonische Balance aller Dinge aufrechterhält.”
Traditionelle Chinesische Medizin
Seit über 2000 Jahren bilden das Yin-Yang-Naturgesetz und dessen Anwendung durch der Weise die Grundlage eines einzigartigen medizinischen Theoriesystems – von Anatomie, Physiologie und Pathologie bis hin zu Diagnostik, Therapie, Prävention und Gesundheitsvorsorge. Wenden TCM-Therapeuten das Yin-Yang-Prinzip gezielt an und erweitern kontinuierlich ihr medizinisches Fachwissen, können sie eigenständig äußerst elegante und wirksame Therapieansätze entwickeln.(Vertiefende Informationen finden Sie unter: Fachschwerpunkte.)
Gesundheitsbegleitung mit TCM
- In der TCM wird der Mensch ganzheitlich betrachtet – als Einheit von Körper und Geist sowie als Teil der Gesellschaft und der natürlichen Umwelt.
- Das Meridian-System(Bio-Internetz) vernetzt Organe und Gewebe in einem dynamischen Zusammenhang. Gemäss TCM-Konzept dient es dem Transport von Qi (verstanden als Yin und Yang Lebensenergie), Blut, Körperflüssigkeiten sowie Bewegungskraft. Veränderungen im körperlichen Befinden zeigen sich oft in bestimmten Körperregionen – stets eingebettet in gesamtkörperliche Prozesse, psychosoziale Faktoren und äussere Umwelteinflüsse.
- In unseren Praxen erarbeiten wir aufgrund der TCM-Grundlagen und unserer langjährigen Erfahrung individuelle Konzepte für Ihre Gesundheitsbegleitung. Dabei setzen wir bewusst auf sanfte Anwendungen, Sicherheit und die Stärkung der körpereigenen Selbstregulation. Unsere Begleitung unterstützt aktiv Ihr Wohlbefinden und ergänzt schulmedizinische Behandlungen sinnvoll.
Beispielen
Tuina-Massage: Eine sanfte Therapie, deren auf der Grundlage des Yin-Yang-Naturgesetzes entwickelt wurden und eine Vielzahl manueller Methoden umfassen. Muskel- und Skeletterkrankungen werden durch interaktive Behandlung von Arzt und Patient in entspannter Atmosphäre rasch gelindert. So kann z. B. eine Fehlstellung des Beckens durch eine spezielle Körperhaltung und sanfte Bewegung korrigiert werden.
Ernährung und Kräutertherapie: In der TCM werden viele Lebensmittel unterstützend zur Linderung von Gesundheitsbeschwerden eingesetzt. Ingwer gegen Erkältung, Rettich gegen Blähung, Zimt gegen Kältegefühl, Muskat gegen Übergewicht sind Beispiele dafür.
Akupressur und Nadelakupunktur:
Zur Stimulation der Aku-Punkte können Finger, Zahnstocher oder ein kleines Kugel verwendet werden. Selbstverständlich lassen sich auch medizinische Nadeln einsetzen, um die Punkte sanft zu stimulieren, ohne die Haut zu durchstechen – völlig schmerzfrei. Fälle mit sofortiger Wirkung treten täglich in unseren Praxen auf. Die Patienten preisen sie als Wunder. Hier drei Beispiele:

- Leichte Stimulation von BL67 (Blase 67) korrigiert die Fehlstellung des Fetus.
- Durch sanfte Stimulation von LU7 (Lungenmeridian Punkt 7) kann die Geschmacksempfindung im Mund sofort verändert werden, wodurch eine therapeutische Wirkung bei der Raucherentwöhnung erzielt wird.
- Die Anwendung von Akupunktur und Moxibustion an spezifischen Punkten im Sakralbereich und im Unterbauch kann bei Beschwerden der Beckenorgane unterstützend wirken.Beispiele hierfür sind bei Frauen Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit sowie Erkrankungen der Eierstöcke, Eileiter oder Gebärmutter; bei Männern können damit unter anderem sexuelle Funktionsstörungen und Prostataerkrankungen begleitend behandelt werden. Diese Therapieansätze der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) lassen sich sinnvoll mit Schulmedizinischen Methoden kombinieren und ergänzen diese.

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